Die Sehnsucht nach Freiheit gehört zu uns wie der aufrechte Gang

Von weiter weg sehen wir einen blauen Planeten, der von einer hauchdünnen Schutzschicht eingehüllt wird. Ohne  Atmosphäre, ohne Sauerstoff, könnten menschliche Wesen nicht überleben. Zum guten Leben brauchen wir aber, wie die Luft zum atmen, Freiheit. Die Sehnsucht nach Freiheit gehört zu uns wie der aufrechte Gang. Seitdem wir in kleinen Gruppen umherwandern, und Nahrung, Spiel und Bedeutung miteinander teilend, folgen wir der Spur der Freiheit. Versklavt, geknechtet, unterdrückt verkümmern die Seelen, und träumen doch, noch im tiefsten Fallen, von der Freiheit. Der blutige Leidensweg der Menschheit ist ohne die Sehnsucht nach Freiheit nicht zu verstehen. Menschen suchen nach Möglichkeiten, Räume des Zusammenlebens frei zu gestalten. Menschen streben in Räume, in denen sie sich eigenwillig entwickeln können. Möglichkeitsräume. Unterwegs lernen wir, dass die Freiheit immer auch die Freiheit des Anderen ist. Erst durch die Freiheit des Anderen erfüllt sich die eigene Freiheit. Ohne die Freiheit der Anderen bleibt die eigene Freiheit bedeutungslos.

Das freie  Zusammenleben braucht eine schützende Atmosphäre, eine Schutzhülle – Regeln, Institutionen und  Menschen, die Verantwortung übernehmen.

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