Face-to-face: Gemeinsam in einer Situation da sein

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Entwicklungsräume, Mediale Räume, Raum&Zeit, Resonanz&Mitgefühl

Die besondere Qualität von Face-to-face-Situationen wird offenbar, wenn wir auf andere mediale Räume angewiesen sind. Schreiben, Telefonieren, Skypen. Aber worin besteht diese Qualität genau, was sind die Unterschiede? Verschiedenste Faktoren wirken ineinander. Ein wesentlicher Faktor ist die Situation.

In einer Face-to-face-Situation teilen wir mit anderen beteiligten dieselbe Situation, dieselbe Umgebung.

Das ist beim Schreiben und telefonieren aber auch beim skypen anders. Beim skypen sehen wir die Beteiligten auf einem Bildschirm, sie befinden sich jedoch in anderen Situationen und Umgebungen. Das ist ein Unterschied, der offensichtlich und gut spürbar einen erheblichen Unterschied macht.

Die gemeinsam geteilte Situation und Umgebung erlaubt viel weitergehende, in der Summe ganz andere Resonanzen. „…Die Situation, die Umgebung, all das hebt uns den Menschen in den Blick, bringt uns nahe. Es ist ein Innewerden“ schreibt Uwe Timm (Ikarien, S. 421).

Wir existieren im miteinander Tun und miteinander Sprechen.