dgsf klimanetzwerk

Hoffnung in Zeiten des Klimawandels 

Der Klimawandel findet statt und stellt die Menschheit vor enormen Herausforderung. Nicht nur technisch-materielle Innovationen sind gefordert, sondern vor allem sozialer Erfindungsgeist. Eine Aufgabe für alle Professionen, die sich mit menschlicher Beziehungsgestaltung und kreativer Kooperation beschäftigen. Think global, act local. Es gibt viel zu tun, packen wir’s an.

KLIMAFACHTAG der DGSF in Leipzig am 18. Juni 2020 mit einem richtig guten Programm,
Ankündigungstext und Flyer: Klimafachtag-der-DGSF-Flyer-III

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Kreativität III. Ordnung: Beziehungsgestaltung als Aufgabe im Klimaschutz

Im Verlauf der Evolution erfanden Menschen immer komplexere Formen des Miteinanders, der Kooperation und emotionalen Abstimmung. Wir haben tatsächlich gelernt, unsere Beziehungen schöpferisch zu gestalten – zu uns selbst, untereinander und zur Umgebung. Das bedeutet nichts weniger, als dass wir die psychischen, sozialen und kulturellen Möglichkeitsräume, in denen wir uns bewegen und entwickeln, gemeinsam mit anderen erfinden und hervorbringen – also auch verändern und gestalten können. Diese Fähigkeit können wir als Kreativität II. Ordnung bezeichnen.

Immer deutlicher wird allerdings, dass eine umgebungsblinde Expansion – die ungehemmte Ausdehnung menschlicher Möglichkeitsräumen – unser Überleben als Spezies gefährdet. Wie gestalten wir die Beziehungen zu uns selbst, untereinander, und zur natürlichen Umgebung so, dass Entwicklungsräume und Entwicklungschance für zukünftige Generationen erhalten bleiben? Darin liegt die Herausforderung unserer Gegenwart (Anthropozän). Die Chance könnte darin liegen, eine Art Kreativität III. Ordnung zu entwickeln: Die Fähigkeit, menschliche Entwicklungsräume kontextsensibel und ressourcenorientiert zu pflegen, zu entwickeln und zu gestalten (also in enger Abstimmung mit allen nährenden inneren und äußeren Umgebungen).

Beziehungsgestaltung im Fokus

Gelingende Beziehungen sind nicht nur für jeden einzelnen Menschen enorm wichtig, sie sichern unser Überleben als Spezies. Diese Erkenntnis ist weder neu noch originell. Sie spiegelt die Lebenserfahrung des Homo sapiens, gleich auf welchem Kontinent, in welcher Zeit oder Kultur. Gelingende Beziehungen – zu sich selbst, zu Anderen, zur Umgebung, zu etwas, das einem wichtig erscheint – sind von entscheidender Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt und das Dasein jedes Einzelnen; für Entwicklung, Zufriedenheit, Wohlbefinden und Gesundheit. Wir beschränken oder erweitern unsere Entwicklungsmöglichkeiten durch die Art, wie wir Beziehungen gestalten.

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